Warum Weinen authentisch und wichtig ist
Gefühle wollen nicht unterdrückt, sondern geäußert werden, das sollte sich soweit herumgesprochen haben. Klar schmeißen Erwachsene sich nicht mehr auf den Boden vor Wut. Und wir wissen auch, dass den Kollegen anzubrüllen nicht so super rüberkommt. Und wenn uns vor einem Vortrag mulmig ist, dann nehmen wir auch nicht Reißaus. Wir haben weitgehend gelernt, die unseren Gefühlen folgenden Impulse zu kontrollieren. Impulskontrolle ist etwas Schönes, anderenfalls würden wir uns sehr häufig danebenbenehmen. Aber!
Weinen gehört, ähnlich wie Wutausbrüche, zu den Gefühlsäußerungen, die wir nur unter bestimmten Auflagen zu akzeptieren geneigt sind. Was sicher auch damit zu tun hat, dass man beim Weinen einfach nicht schön aussieht.
In Medien und Filmen wird Weinen ganz stark ästhetisiert. Komisch, da kullern nur ein paar Tränen aus ansonsten großen und blanken Augen. SchauspielerInnen sind meistens auch beim Weinen schön. Kein Rotz, keine kleinen roten Äuglein, kein komisch verzogener Mund und auch keine Spuckefäden. Klar gibt’s wenige Ausnahmen (Bridget Jones?) Aber ansonsten: Bitte trotzdem immer noch gut aussehen. Die Ästhetisierung im Film betrifft eben nicht nur den straffen Po.
Weinen verdient ein besseres Image!
Aber zurück zum eigentlichen Punkt: Weinen ist authentischer Gefühlsausdruck. Für Gefühle muss man sich nicht entschuldigen. Sie zeigen, was in uns vorgeht. Darf man für sich behalten, muss man aber nicht. Viele Menschen weinen lieber für sich ganz allein, und auch das ist natürlich in Ordnung so. Aber wenn die Tränen fließen, ist das Authentizität, für die man sich niemals entschuldigen muss.

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Mein Name ist Christine. Ich bin ausgebildeter und zertifizierter Coach für Stresskompetenz, Motivation, Lebensfreude und Gelassenheit.
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